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Liebe Kafi. Dein Seitenhieb ist angekommen. Und darum schlage ich grad zwei Fliegen mit einer Klappe: es ist eine Einmischung-in-Erziehungsfragen-Frage. Und sie ist kurz. Ich habe einer guten Freundin gesagt, was ich von ihrem Sohnemann (11) halte. War das eine gute Idee? Erwartungsvoll Mirjam, 36

Liebe Mirjam

Sie elendes Luder. So geht das natürlich nicht! Ich weiß schon, was Sie im Schilde führen – so gemein! Sie schlagen damit keine Fliegen, Sie schlagen auf die zarten Flügel meiner Neugierde ein. Sie können doch nicht SO eine Frage in dieser Kürze stellen! Mein Seitenhieb bezog sich auf die elend langen Beziehungsfragen, die außer der betreffenden Person selbst keine Sau auf Erden interessieren und die nicht zu beantworten sind (und mich eigentlich auch nicht groß interessieren, wenn ich ehrlich bin). IHRE Frage hingegen schon. Die interessiert mich! Und alle anderen auch! Brennend! Wir alle wüssten nur zu gern, WAS sie der Guten genau gesagt haben und wie die Reaktion darauf war. Für diese Fragestellung dürfen Sie gerne eine E-Mail bis obenhin volltexten. Nein, Sie müssen sogar! Aber Sie machen genau das Gegenteil und zahlen mit gleicher Münze heim, Sie Sadistin, Sie! Denn was gibt es Kurzweiligeres als Geschichten aus dem Tabu-Land der Kindererziehung. Ich behaupte ja, dass es nichts Heiligeres und Unantastbareres gibt als die Beziehung von einer Mutter zu ihrem Kinde. Sie können den Ehemann mit Analsex bezirzen oder der Guten nahelegen, Sie sollte sich besser liften lassen (oder besser nicht mehr liften lassen), aber wehe, Sie äußern sich über das Kind! Dort hört der Spaß nun wirklich auf! Darum bitte ich Sie inständig und fast schon flehend: Bitte, bitte lassen Sie uns teilhaben an diesem Krimi. Ich werde dann dafür ein paar Wochen lang nicht mehr schreiben, dass die Fragen allesamt zu lang sind. Versprochen!

In totaler Ungeduld. Ihre Kafi.

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